Willkommen!

Das "Haus St. Martin am Autoberg" in Hattersheim ist eine integrierte Facheinrichtung für wohnungslose Menschen im Main-Taunus-Kreis.

Wir bieten Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, professionelle Hilfeleistungen in der Beratungsstelle, in der Tagesaufenthaltsstätte "Café am Autoberg", den Gästezimmern des Übernachtungsbereiches und im Betreuten Wohnen.

Auf dieser Homepage können Sie sich einen Überblick über unsere Angebote und Aktivitäten verschaffen

 

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Natascha

Natascha, 23, lebt in Odessa in der Ukraine und ist HIV-positiv. Foto: Andrea Diefenbach

Eine junge Frau hat es sich auf einer flauschigen Couch bequem gemacht.
Sie ist erschöpft von dem Versuch, wieder laufen zu lernen. Natascha, 23, hat nach einer Infektion starke Lähmungserscheinungen in den Beinen, jede Bewegung fällt ihr sehr schwer.
Gesund wird die junge Mutter nicht mehr: Sie ist HIV-positiv. Mit Aids hat sie sich angesteckt,
weil ihr Ex-Mann sie zur Prostitution gezwungen hatte.

Nataschas Heimatstadt ist Odessa in der Ukraine. Die Hafenstadt wird als Perle am Schwarzen Meer bezeichnet, jedoch verbergen sich hinter der schönen Fassade menschliche Abgründe. Die Ukraine ist eines der Länder, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion keinen richtigen, eigenen Weg gefunden haben. Ein Symptom ist die Aids-Epidemie.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO leben in Odessa 160 000 Menschen, die mit dem HIV-Virus infiziert sind. Seit Kurzem hält die Ukraine den traurigen Europarekord an Neuinfektionen und gehört weltweit zu den Staaten, in denen sich Aids am rasantesten ausbreitet.

Andrea Diefenbach hat HIV-positive Frauen und Männer in Odessa begleitet und in ihrer stillen, emphatischen Fotoserie die besorgniserregende Aids-Epidemie in der Millionenstadt dokumentiert, die in der westlichen Welt kaum wahrgenommen wird. Die eindrucksvolle Ausstellung der 37-jährigen freiberuflichen Fotografin aus Wiesbaden ist bis zum 23. März im Hattersheimer Haus Sankt Martin am Autoberg, Frankfurter Straße 43, zu sehen.

rem

© 2012 Höchster Kreisblatt

 
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